Lesungen plus Losungen
Vom katholischen Tageslesungstext und Evangelium zu den Herrnhuter Losungen – und wieder zurück: überkonfessionell inspiriert
Liebe Besucher dieser Homepage, ab dem 10. Januar 2026 habe ich als Basis meiner Gedanken die Herrnhuter Losungen gewählt. Das bedeutet nicht, dass ich mich von den Lesungen und dem Evangelium abkehre, die in der katholischen Kirche für die einzelnen Tage vorgegeben sind. Ich ergänze meine Arbeiten vielmehr – im besten überkonfessionellen Sinn – auch für evangelische und freikirchliche Christen.
Insgesamt bin ich der Auffassung, dass alle Ausführungen auf dieser Homepage so dargestellt und so biblisch formuliert sind, dass Katholiken, Freikirchler, Orthodoxe und Protestanten, die die Heilige Schrift als Grundlage nehmen, gut mitgehen können. Hier wird nichts gelehrt, was im Widerspruch zu dem steht, was in der jeweiligen Kirche als Gottes Wort gilt.
Ideen und Anmerkungen dazu gerne per E-Mail an:
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Losung: 12. Januar 2026, Gott stärkt die Schwachen
Es gibt Tage, da wirkt alles größer als Sie: eine Diagnose, ein Konflikt, eine Angst, die sich festbeißt, oder ein Problem, das Sie schon zu lange vor sich herschieben. Man spürt: „Ich komme da allein nicht durch.“ (kurze Pause) Genau in solche Momente spricht Gottes Wort heute hinein.
Kernaussage
Heute sagt Gott uns: Rechnen Sie mit seiner Macht, nicht mit Ihrer Kraft.
Bibelwort
„HERR, es ist dir nicht schwer, dem Schwachen gegen den Starken zu helfen.“
„Jesus bedrohte den unreinen Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn seinem Vater wieder.“
Was bedeutet das?
Der Satz aus 2. Chronik 14,10 ist keine fromme Floskel, sondern ein nüchternes Vertrauen mitten im Druck. Zwei Worte sind entscheidend: „nicht schwer“ und „dem Schwachen“.
„Nicht schwer“ bedeutet: Gottes Fähigkeit hat keine Obergrenze, wie wir sie kennen. Wir stoßen an Grenzen: an Zeit, Energie, Geld, Einfluss, Gesundheit. Gott stößt nicht an diese Grenzen. Das heißt nicht, dass wir jede Lage sofort verstehen oder dass alles schlagartig gut wird. Aber es heißt: Wenn Gott hilft, ist das nicht abhängig davon, wie souverän Sie wirken oder wie stark Ihr Glaube sich gerade anfühlt.
„Dem Schwachen“ ist fast noch tröstlicher. Gott hilft nicht erst dann, wenn Sie Ihre Schwäche überwunden haben. Er setzt gerade dort an, wo Sie wackeln. Schwach sein kann vieles heißen: erschöpft, entmutigt, verunsichert, innerlich zerrissen, oder auch schuldig und beschämt. Die Bibel kennt das und macht daraus keinen Makel, sondern einen Ort, an dem Gott nahekommt. (vgl. Psalm 34,19; 2. Korinther 12,9)
Und dann der Lehrtext aus Lukas 9,42. Da begegnet uns Jesus in einer Situation, die nach „zu groß“ aussieht. Ein Junge wird von einem unreinen Geist gequält, und die Not der Familie steht im Raum. Der Text sagt: Jesus bedroht den unreinen Geist. Das zeigt Autorität. Jesus argumentiert nicht mit dem Bösen, er stellt es in seine Grenzen. Dann: „machte den Knaben gesund“ – Jesus bleibt nicht bei Worten stehen, er handelt heilend. Und schließlich dieser leise, aber starke Abschluss: „gab ihn seinem Vater wieder.“
Dieses „Wiedergeben“ ist mehr als körperliche Besserung. Es ist Wiederherstellung von Beziehung, von Alltag, von Zukunft. Der Vater bekommt seinen Sohn zurück – nicht nur als „funktionierenden Menschen“, sondern als Kind, das wieder in seine Familie gehört. So ist Jesus: Er befreit nicht kalt und technisch, sondern so, dass Leben und Bindung heil werden.
Verbindung Losung ↔ Lehrtext
Die Losung sagt: Gott kann dem Schwachen gegen den Starken helfen. Der Lehrtext zeigt: Diese Hilfe kommt konkret durch Jesus Christus, mit Macht über das, was Menschen bindet, und mit Liebe, die Familien und Herzen wieder zusammenführt.
Was soll ich damit tun?
Wenn Sie heute „stark gegen schwach“ erleben – außen oder innen –, dann machen Sie aus der Losung Ihr persönliches Gebet. Sagen Sie nicht zuerst: „Ich muss mich zusammenreißen.“ Sagen Sie zuerst: „Herr, es ist dir nicht schwer…“ Und bringen Sie Jesus das, was Sie nicht im Griff haben.
Und wenn Sie sich fragen, wie man anderen von Jesus weitergeben kann: Das ist nicht nur etwas für wenige Begabte. Nicht jeder spricht gern vor Menschen. Aber jeder kann ein Baustein sein: jemanden ehrlich besuchen, der einsam ist; einem Nachbarn eine praktische Hilfe anbieten; für eine konkrete Person bewusst beten; jemanden freundlich einladen, einmal mitzukommen; eine kleine Nachricht schreiben: „Ich denke an Sie, kann ich für Sie beten?“ So wird Gottes Hilfe greifbar.
Gebetsvorschlag
Jesus, du kennst meine Schwäche, ohne mich zu verachten. Du siehst, was mir größer erscheint als ich. Bitte tritt du dazwischen und setz dem Bösen, der Angst, der Schuld oder der Verzweiflung Grenzen. Bitte bring Heilung, wo etwas kaputt ist, und stell wieder her, was verloren ging. Ich vertraue dir: Für dich ist Hilfe nicht schwer. Amen.
Sagen Sie Jesus jetzt in Ihren Worten, was Sie als „das Starke“ erleben, und bitten Sie ihn um konkrete Hilfe. (kurze Pause) Nennen Sie einen nächsten Schritt, den Sie mit ihm gehen wollen.
„Jesus, danke, dass du nicht nur rettest, sondern auch zurückgibst: Frieden, Klarheit und neue Hoffnung. Halte mich heute bei dir. Amen.“
Konkreter Mini-Schritt für heute
Schreiben Sie sich heute einen Satz auf: „Jesus, hilf mir in …“ – und lassen Sie das Feld nicht allgemein, sondern ganz konkret. Beten Sie diesen Satz morgens und abends einmal laut.
Quellen/Notizen
Lutherbibel (Verswortlaut wie eingefügt): 2. Chronik 14,10; Lukas 9,42.
Querverweise als Referenz: Psalm 34,19; 2. Korinther 12,9; Lukas 9,37–43.
Losung: 11.01.2026, Gott ruft, wir gehen
Manchmal wirkt Glaube wie etwas sehr Privates: still, im Herzen, irgendwo zwischen Gebet und Alltag. Und dann kommt der Moment, wo Sie merken: Da draußen ist so viel Not, so viel Suche, so viel Leere. Da taucht die Frage auf: „Soll ich da etwas sagen? Oder ist das nur was für Profis?“ (kurze Pause)
Kernaussage
Heute sagt Gott uns: Ich rufe diese Welt an – und ich sende dich, die gute Nachricht von Jesus weiterzutragen.
Bibelwort
Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.
Was bedeutet das für mich?
Das erste Wort ist stark: Gott „redet und ruft“. Gott ist nicht weit weg und schweigt. Er redet, und zwar nicht nur zu einer kleinen religiösen Ecke, sondern „der Welt zu“. Das heißt: Gott hat diese Welt im Blick. Auch Ihre Welt. Ihr Zuhause, Ihr Beruf, Ihre Sorgen, Ihre Fragen. (kurze Pause)
Und dann dieses kleine Wort „ruft“. Ein Ruf ist nicht nur Information. Ein Ruf ist Einladung und Anspruch zugleich. Gott sagt nicht: „Mach mal irgendwie.“ Er ruft: „Komm zu mir. Hör hin. Vertraue mir. Geh mit mir.“ Das kann trösten, wenn Sie müde sind. Es kann wachrütteln, wenn Sie sich verlaufen haben. Und es kann Mut machen, wenn Sie denken: „Ich bin zu klein, ich kann das nicht.“
Dazu passt „der Mächtige“. Das meint nicht: Gott drückt Menschen runter. Es meint: Gott hat Kraft, wirklich etwas zu verändern. Auch da, wo wir keine Lösung sehen. Wenn Gott der Mächtige ist, dann ist sein Ruf nicht nur ein schöner Gedanke, sondern eine Wirklichkeit, die trägt. Und „vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“ macht klar: Gottes Stimme ist nicht nur für eine Stunde am Sonntag. Sie gilt für den ganzen Tag, für jede Gegend, für jede Lebenslage.
Gehet hin…
Dann kommt der zweite Vers wie ein Schritt nach vorn: „Gehet hin … und predigt das Evangelium.“ Viele Christen denken: Evangelisieren ist nur die Aufgabe für wenige Auserwählte, für die sogenannten Evangelisten. Das stimmt so nicht. Nicht jeder ist ein Mikrofon-Mensch. Nicht jeder ist für die Kanzel geboren. Nicht jeder kann fremde Menschen auf der Straße ansprechen. Aber das Evangelium weiterzugeben ist im Grunde jedem möglich – auf unterschiedliche Weise.
Denn „Evangelium“ heißt: gute Nachricht. Jesus Christus rettet, vergibt, richtet auf, macht neu.
Praktische Gedanken..
Und diese gute Nachricht darf Wege finden, die zu Ihnen passen. Vielleicht kann Schwester Müller einen leckeren Kuchen backen und ihn den Brüdern und Schwestern bringen, die auf der Straße evangelisieren.
Vielleicht trägt Bruder Meier Tische und Stühle, damit ein Gespräch überhaupt stattfinden kann.
Vielleicht laden freundliche junge Leute lachend und fröhlich zur christlichen Pantomime ein.
Vielleicht singt jemand mit Gitarre ein christliches Lied mit moderner Melodie in der Fußgängerzone.
Und wer diese Gabe hat, kann danach menschenfreundlich ins Gespräch kommen.
Vielleicht ist Ihr Beitrag ein offenes Ohr, ein ehrliches Zeugnis, eine Einladung, ein Gebet mit einem Menschen, der sonst nie betet.
Viele scheinbar kleine Tätigkeiten fügen sich zusammen zu einem großen Bild:
- Dass Jesus in Ihrer Nachbarschaft sichtbar wird.
- In Ihrer Stadt.
- Auf Ihrer Fußgängerzone. Dort, wo Gott Sie hinstellt.
Verbindung Losung ↔ Lehrtext
Erst ruft Gott die Welt an: Er redet und ruft. Dann sendet er Menschen in diese Welt: Geht hin, bringt das Evangelium. Mission beginnt nicht bei unserem Temperament, sondern bei Gottes Stimme. Weil Gott ruft, dürfen wir gehen.
Was soll ich damit tun?
Bitten Sie Gott heute um eine Vision für Ihren Platz. Nicht die Vision: „Ich muss werden wie andere“, sondern: „Herr, was ist mein Teil?“ Und dann gehen Sie den nächsten kleinen Schritt – treu, freundlich, echt.
Gebetsvorschlag
„Jesus Christus, du lebendiger Herr, danke, dass du heute redest und rufst. Du siehst diese Welt und du siehst auch mich. Nimm mir die Angst, etwas falsch zu machen, und gib mir Liebe zu Menschen. Zeig mir meinen Platz und meinen nächsten Schritt, damit dein Evangelium bei anderen ankommt. Amen.“
Sagen Sie Jesus jetzt in Ihren Worten, was Sie bewegt. Und bitten Sie ihn ganz konkret: „Jesus, zeige mir heute meinen Beitrag. Jesus, ich vertraue dir: Du kannst aus kleinen Schritten etwas Großes machen. Führe mich heute. Amen.“
Konkreter Mini-Schritt für heute
Nehmen Sie sich heute 30 Sekunden und fragen Sie: „Jesus, wen soll ich heute im Blick haben?“ Schreiben Sie einen Namen auf und tun Sie heute eine Sache: einen Anruf, eine Einladung, ein Gebet, eine praktische Hilfe oder ein ehrliches Wort der Hoffnung.
Quellen/Notizen
Lutherbibel (Verswortlaut wie eingefügt): Psalm 50,1; Markus 16,15.
Zusatzstellen (nur als inhaltlicher Bezug): Matthäus 28,18–20; Apostelgeschichte 1,8; Römer 10,14–15.
Losung 10. Januar 2026: Treue mit zwei Anker
Geschätzte Lesedauer ca. sieben Minuten, danach eine kürzere Version
Kernaussage: Wer Gott treu bleiben will, braucht zwei feste Anker: ein klares „Nein“ zur Abkehr von Gott (Josua 22,29) und ein waches, beharrliches Leben im Licht der Lehre der Heiligen Schrift (1. Timotheus 4,16).
Die Bibeltexte für heute
„Das sei
ferne von uns, dass wir uns auflehnen gegen den HERRN und uns heute von ihm
abwenden …“ (Josua 22,29).
„Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn
wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.“ (1.
Timotheus 4,16).
1. „Das sei ferne von uns“: Treue ist
nicht Gefühl, sondern Entscheidung
Josua 22,29 ist ein Satz mit innerer Spannung: Da spricht kein Mensch, der
„kalt“ glaubt, sondern jemand, der weiß, wie schnell man innerlich kippt. Es
geht um mehr als eine religiöse Form. Es geht um die Richtung des Herzens:
Auflehnen gegen Gott oder an Gott festhalten.
Wenn Sie ehrlich hinschauen: Abkehr beginnt selten laut und dramatisch. Sie beginnt oft leise. Ein bisschen weniger Gebet. Ein bisschen weniger Wort Gottes. Ein bisschen mehr „Ich mache das schon selbst“. Und plötzlich ist man weiter weg, als man dachte.
Darum ist dieser Satz so klar: „Heute“ nicht abwenden. Nicht irgendwann. Nicht erst, wenn es brennt. Heute.
2. „Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre“: Die Heilige Schrift als persönlicher Kompass
Paulus ruft Timotheus nicht zuerst zu Leistung, sondern zu Wachsamkeit: auf
sich selbst achten und auf die Lehre achten. Das ist keine trockene Dogmatik,
sondern Lebensschutz. Wer sich selbst nicht prüft, wird blind für schleichende
Fehlwege. Wer die Lehre nicht prüft, wird anfällig für schöne Worte ohne
Wahrheit.
Hier steckt ein sehr praktischer Gedanke: Nehmen Sie die Heilige Schrift wirklich ernst. Nicht als Deko im Regal, nicht nur als „Inspirationsbuch“, sondern als Wort Gottes, das Sie korrigiert, leitet, tröstet und auch warnt. Genau so wird die Bibel zu einem persönlichen Kompass: Sie zeigt Richtung, auch wenn Gefühle und Eindrücke in eine andere Richtung ziehen.
3.Ein Erlebnis als Warnsignal: Charisma kann
täuschen, das Wort Gottes bleibt
Dieser Gedanke erinnert mich an ein Erlebnis (als
persönlicher Bericht kann ich das nicht unabhängig belegen; ich gebe es so
wieder, wie ich es erinnere): Es war 1984, als ich zusammen mit anderen Christen
in Los Angeles im Umfeld des Olympischen Dorfes mit christlicher Pantomime
Menschen auf Jesus Christus ansprechen durfte. Uns begegnete ein Mann, weiß
gekleidet und insgesamt so, wie man Jesus Christus in der Kunst oft darstellt:
wallendes dunkles Haar, ein friedliches Gesicht, ein dunkler Bart. Er war uns
sehr zugeneigt, strahlte große Sympathie aus und verkündete, Gott habe zu ihm
geredet: Jesus Christus werde noch vor Ende der Olympiade 1984 zurückkommen,
und wir sollten ihm folgen.
Genau hier kam bei mir der innere Prüfstein:
Das Wort Gottes sagt klar, dass niemand Tag und Stunde der Wiederkunft kennt –
nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.
Und Jesus sagt seinen Jüngern ausdrücklich, Zeiten und Fristen zu kennen stehe
ihnen nicht zu; das liege in der Macht des Vaters.
Der Mann hatte eine großartige Ausstrahlung. Alles an ihm wirkte „gut“. Meine menschlichen Antennen hätten sagen können: „Der Mensch ist nett, der meint es gut, der wirkt glaubwürdig.“ Aber mein Blick auf das Wort Gottes sagte mir: Das kann nicht sein, das ist ein Irrtum. Ich entschied mich, zähneknirschend und schweren Herzens, dem Wort Gottes treu zu bleiben und diesem Mann nicht zu folgen.
Und die nüchterne Tatsache ist: Die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles liefen vom 28. Juli bis 12. August 1984; diese konkrete Ankündigung erfüllte sich nicht.
Gerade das
macht die Mahnung aus 1. Timotheus 4,16 so lebensnah: Achten Sie auf die Lehre,
bleiben Sie dran, halten Sie fest.
Nicht jede starke Ausstrahlung ist Wahrheit. Nicht jede religiöse Behauptung
ist von Gott.
4. Was bedeutet das für Sie heute? Drei
Prüf-Fragen
Erstens: Was
zieht Sie gerade weg von der Treue zu Christus? Nicht nur „große Sünden“.
Manchmal sind es kleine Kompromisse, die den Kurs verändern.
Zweitens: Woran prüfen Sie Stimmen, Eindrücke, Predigten, Videos, „Prophetien“? Die Bibel selbst gibt den Maßstab: Bleibt es bei dem, was Jesus und die Apostel lehren, oder wird etwas hinzugefügt, das Gottes Wort widerspricht?
Drittens: Sind Sie bereit, Gott zu gehorchen, auch wenn es gegen den eigenen Impuls geht? Treue ist manchmal genau das: „Nein“ sagen, obwohl etwas attraktiv wirkt.
Es geht um Rettung, nicht um religiösen Eindruck
Paulus verbindet Wachsamkeit mit einem Ziel: Rettung – für sich selbst und für
die, die hören.
Das Evangelium ist nicht: „Werden Sie ein bisschen religiöser.“ Das Evangelium
ist: Gott rettet Sünder durch Jesus Christus. Christus starb und stand auf,
damit Menschen nicht verloren gehen, sondern leben. Diese Rettung wird nicht
„verdient“, sondern im Glauben empfangen.
Wenn Sie merken: „Ich habe mich innerlich entfernt“ – dann ist heute der Tag, um umzukehren. Josua sagt: „Heute nicht abwenden.“ Paulus sagt: „Achten Sie darauf und bleiben Sie dran.“
Und jetzt?
Bleiben Sie
treu beim Wort Gottes. Lassen Sie sich nicht von noch so scheinbar attraktiven
Verführungen vom Weg abbringen. Prüfen Sie alles am Maßstab der Heiligen
Schrift. Und wenn Sie heute neu anfangen müssen: Tun Sie es nicht morgen. Tun
Sie es heute.
Schlussgebet
Herr Jesus
Christus, bewahre uns davor, uns heute von Dir abzuwenden. Schenk uns ein
waches Herz, das sich selbst prüft, und einen klaren Verstand, der an Deiner
Lehre festhält. Gib uns Liebe zur Heiligen Schrift, Mut zur Wahrheit und Kraft
zur Beharrlichkeit. Führe uns in die Nachfolge, die nicht vom Schein lebt,
sondern von Deinem Wort. Amen.
Literatur und Quellen (ohne Seitenzahlen)
ERF
Bibleserver, Josua 22,29 (Lutherbibel 2017): ERF Bibleserver, 1. Timotheus 4,16
(Lutherbibel 2017): ERF Bibleserver, Markus 13,32 https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us24
(Vers 36).
Olympics.com, Los Angeles 1984 (Spieldaten): https://www.olympics.com/en/olympic-games/los-angeles-1984.
vgl. New American Standard EXHAUSTIVE CONCORDANCE OF THE BIBLE.
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Losung: 10. Januar, Lesedauer ca. 3 Minuten:Treue mit zwei Anker
Kernaussage: Treue zu Gott ist eine bewusste Entscheidung. Sie wird konkret, wenn Sie Ihr Leben ehrlich prüfen und die Heilige Schrift als verbindlichen Kompass nehmen – auch dann, wenn etwas oder jemand sehr überzeugend wirkt.
Die Bibelverse:
„Das sei ferne von uns, dass wir uns auflehnen gegen den HERRN und uns heute von ihm abwenden …“ (Josua 22,29).
„Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.“ (1. Timotheus 4,16).
Was bedeutet das für mich?
Josua sagt im Kern: „Heute nicht abwenden.“ Nicht irgendwann. Nicht erst, wenn es richtig schlimm wird. Heute. Treue beginnt nicht mit großen Gesten, sondern mit kleinen Entscheidungen: Bleibe ich bei Gott, wenn es mich etwas kostet? Bleibe ich bei Gottes Wegen, wenn ich innerlich lieber ausweichen würde?
Paulus wird dann sehr praktisch: „Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre …“ Das heißt: Schauen Sie ehrlich auf Ihr Herz und zugleich auf das, was Sie glauben und weitergeben. Denn beides gehört zusammen: Ein „gutes Gefühl“ schützt nicht vor Irrtum, und ein frommer Eindruck ersetzt keine Wahrheit. Darum: Nehmen Sie die Heilige Schrift nicht nur als schönes Buch, sondern als Wort Gottes, das Sie ausrichtet, korrigiert und bewahrt
In LA aufs Wort Gottes gehört
Genau daran erinnert mich ein Erlebnis: 1984 war ich mit anderen Christen in Los Angeles im Umfeld des Olympischen Dorfes unterwegs, um Menschen mit christlicher Pantomime auf Jesus Christus anzusprechen. Uns begegnete ein Mann, ganz in Weiß, mit dunklem Haar und Bart, friedlich und freundlich – so, wie man Jesus in der Kunst oft darstellt. Er wirkte sympathisch, hatte Ausstrahlung und sagte, Gott habe zu ihm geredet: Jesus Christus werde noch vor Ende der Olympiade 1984 zurückkommen, und wir sollten ihm folgen.
In dem Moment war für mich entscheidend: Was sagt das Wort Gottes? Jesus selbst sagt, dass niemand Tag und Stunde kennt – auch nicht der Sohn, sondern allein der Vater.
Wenn also jemand behauptet, er kenne den Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu, widerspricht dies der Aussage Jesu. Ich habe mich damals – schweren Herzens – entschieden, nicht dem Eindruck, sondern dem Wort Gottes zu folgen.
Und die nüchterne Realität ist: Die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles endeten am 12. August 1984. Diese Ankündigung erfüllte sich nicht.
Charisma kann ziehen. Sympathie kann blenden.
Aber Gottes Wort bleibt der Maßstab.
Was heißt das heute für Sie?
Prüfen Sie, was Sie hören. Prüfen Sie, was Sie innerlich „mitreißt“. Und bleiben Sie bei dem, was Christus wirklich sagt. Wenn Sie merken: „Ich bin innerlich abgebogen“ – dann ist heute ein guter Tag zur Umkehr. Nicht morgen. Heute.
Gebetsvorschlag
Herr Jesus Christus, bewahre mich davor, mich heute von Dir abzuwenden. Schenk mir Liebe zur Heiligen Schrift, Klarheit im Denken und Mut zur Treue. Lass mich nicht dem Schein folgen, sondern Deinem Wort. Führe mich in eine echte, einfache Nachfolge. Amen.
Quellen
Josua 22,29 (Lutherbibel 2017), ERF Bibleserver.
Timotheus 4,16 (Lutherbibel 2017), ERF Bibleserver.
Markus 13,32 (Lutherbibel 2017), ERF Bibleserver.
Los Angeles 1984 – Spieldaten (28 July – 12 August), Olympics.com.
vgl. New American Standard EXHAUSTIVE CONCORDANCE OF THE BIBLE.
(C) Werner Jung